Elsbeth Ruetten

Mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung in der stationären Arbeit und weitere Jahre in der ambulanten häuslichen Krankenpflege schärften meinen Blick und gestatten mir einen seriösen und vielschichtigen Blick auf die Gesundheitsentwicklung in unserem Land.

„Nichts ist so beständig wie der Wandel“ -  für das Gesundheitswesen und für die Entwicklungen in der Gesundheitsentfaltung gilt dies m. E. in hohem Maße.

Als examinierte Krankenschwester war ich viele Jahre mit Leitungsaufgaben in interdisziplinären Arbeitszusammenhängen betraut. Regelmäßige Fort- und Weiterbildungen, aber auch Zusatzausbildungen in Sozialpsychiatrie und Neurologie haben mir gestattet, mich in der Profession weiterzuentwickeln und gleichzeitig die Menschen in den Mittelpunkt zu stellen.

Begleitend besuchte ich später zeitweise die Bremer Akademie für Arbeit und Politik.

Bosnien, der Krieg in Europa, ließ mich einige Jahre ehrenamtlich aktiv werden. Das Projekt „Frauen und Kinder in Not“ vernetzte damals sehr viele Bremer Gesundheitsbereiche. Insgesamt wurden von uns Hilfsgüter für eine Dreiviertelmillion DM nach Zentralbosnien in die Flüchtlingslager transportiert.

Das Projekt endete mit dem Ende des Krieges.

Der Blick über den eigenen Tellerrand hinaus war stets wichtig, ist es bis zum heutigen Tag geblieben.

Später folgten Jahre des Engagements für Afrika, für Flüchtlinge und für Minderheiten in unserer Gesellschaft.

Am Anfang meines jetzigen Engagements stand die zweimalige persönliche Erfahrung als „Kundin“/Patientin in der neuen DRG-Gesundheitswelt.

Diese Erfahrung motivierte mich einige Jahre später, das Thema kritisch und konstruktiv zu betrachten. „Falsche Krankheit, falsche Zeit, Pech gehabt“ hatte es einmal ein Mitarbeiter einer Krankenkasse zugespitzt.

„Dies mochte ich nicht hinnehmen!“

Was sich daraus entwickelt hat und wie es weitergeht, dies können Sie ab sofort auf dieser Homepage verfolgen.

 

Elsbeth Rütten

(Vorstand)

Patienteninitiative Ambulante Versorgungsbrücken e. V.